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Das passiert bei der kubus IT

Duales Studium Medieninformatik: Oliver und Ben erzählen

Oliver und Ben haben beide Medieninformatik bei uns studiert und erzählen euch, wie es für sie war: Was lief gut, was war nervig und was ist ihnen im Gedächtnis geblieben?

Warum hast du dich für genau dieses Studium entschieden?

Ben: „Ich habe mich für den Studiengang „Medieninformatik“ entschieden. Er besteht zu etwa 70 % aus Informatik und Mathematik und zu ungefähr 30 % aus Medien und Design.
Mit diesem Studiengang wollte ich meine verschiedenen Interessengebiete vereinen: Kreatives und Technik.“

Oliver: „Für mich waren von Anfang an zwei Dinge klar: Ich wollte ein duales Studium durchlaufen und ich würde am liebsten Medieninformatik studieren. Leider wurden fast ausschließlich Stellen für ein Verbundstudium (mit Ausbildung) in den Bereichen Informatik und Wirtschaftsinformatik ausgeschrieben. Die kubus war der einzige Arbeitgeber, der sowohl ein Studium mit vertiefter Praxis als auch Medieninformatik anbot, was genau meinen Vorstellungen entsprach. Darauf habe ich mich beworben und ich hatte das Glück, diesen Platz zu erhalten. An Medieninformatik selbst begeistert mich vor allem die Abwechslung. Es gibt viele verschiedene Themengebiete und Richtungen, die abgedeckt werden, wodurch man Einblicke in ein breites Spektrum bekommt.“

Was war das Thema deiner Bachelor-Arbeit?

Oliver: „Das Thema meiner Arbeit lautete: „Wenn Websites sprechen lernen – Konzeption eines Retrieval-Augmented-Generation-Systems auf Grundlage von Web-Scraping-Daten“. Ziel war es, die Informationen der AOK-Website so zu erfassen, aufzubereiten, zu speichern und abzurufen, dass sie als Grundlage für Antworten durch ein Large-Language-Modell dienen. LLM sind große KI-Sprachmodelle, die auf riesigen Datenmengen trainiert wurden, um Texte zu verstehen. In meiner Bachelorarbeit habe ich die theoretischen Grundlagen beschrieben und anschließend im Rahmen meiner Praxisarbeit einen Prototyp eines Retrieval-Augmented-Generation-Systems entwickelt, das die Fähigkeiten von LLMs durch die Verbindung mit externen Wissensdatenbanken erweitert.“

Ben: „Der Titel meiner Bachelorarbeit lautet „Analyse des Vendor-Lock-in-Risikos bei führenden Cloud-Computing-Anbietern unter Berücksichtigung der Besonderheiten auf dem GKV-Markt“. Zusammenfassend habe ich aus technischer Sicht untersucht, welche Faktoren zu einem Vendor-Lock-in (Anbieterbindung) führen und wie sich diese in einem Score oder Bewertungsschema abbilden lassen. Anschließend habe ich das erstellte Bewertungsschema verwendet, um eine Auswahl von Anbietern (Microsoft, Amazon, Google, Alibaba etc.) zu bewerten.“

Was war dein bester Moment im Studium?

Ben: „Am besten fand ich immer die Gruppenprojekte, die vom Dreh eines Videos über generative künstliche Intelligenz bis hin zur Programmierung eines eigenen Videospiels und der Entwicklung einer Analyseplattform für Schadsoftware reichten. Außerdem waren die vielen Veranstaltungen und Messen, die ich an der Fakultät besuchen konnte, kleine Highlights. Eine offizielle Abschlussfeier habe ich bis jetzt noch nicht gehabt, sonst würde ich diese wahrscheinlich hier auch aufführen.“

Oliver: „Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir mein Auslandssemester in Irland. Es war eine interessante und spannende Zeit voller neuer Eindrücke und Freunde Auch hier kann ich jedem nur empfehlen, diese Gelegenheit zu ergreifen, falls sie sich bietet.“

Und was war der nervigste/schwierigste Moment?

Oliver: „Im Laufe des Studiums nahmen die Anzahl und der Umfang der Studienarbeiten immer weiter zu. Manche Arbeiten beanspruchten einen Großteil der Zeit und Energie des Semesters und waren daher besonders anstrengend.“

Ben: „Entgegen dem, was man vielleicht erwarten würde, waren die Abgabe der Bachelorarbeit und das Ende des Semesters für mich zwar auch sehr erleichternd, aber auch mit viel Stress verbunden.
Dadurch bleiben mir diese Momente eher als schwierig in Erinnerung. Gerade die studienorganisatorischen Themen (Rückmeldungen, Prüfungsanmeldungen, Anmeldung der Bachelorarbeit usw.) haben mich persönlich sehr angestrengt.“

Welchen Tipp hast du für alle, die über ein solches Studium nachdenken?

Ben: „Ein Studium wird generell schöner und das Lernen einfacher, wenn man sich mit den Studienkollegen und -kolleginnen vernetzt und beispielsweise gemeinsam lernt. 
Gerade im Medieninformatik-Studium sind die Spezialisierungsmöglichkeiten vielfältig und man kann durch Wahlfächer verschiedene Richtungen einschlagen.“

Oliver: „Ich kann das Studium jedem nur empfehlen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte dadurch viel Neues lernen. Man sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, ob es wirklich das Richtige ist. Es ist ein interdisziplinärer Studiengang und wenn man sich unsicher ist, ob das zu einem passt, sollte man womöglich lieber Informatik oder Design studieren.“